Eheringe aus Naturgold: Nachhaltige und regionale Schmuckstücke (Teil 2 von 2)

Wie du bereits im ersten Teil dieser Beitragsreihe erfahren hast, gibt es auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz Gold, das umweltfreundlich gewonnen werden kann.

Wir haben für die Artikel mit Markus Liechti, einem Goldschmied aus der Schweiz gesprochen, der sich darauf spezialisiert hat, Schmuck aus Schweizer Naturgold herzustellen. Größtenteils kauft er das Gold für die Schmuckstücke einem befreundeten Goldsucher ab, einen kleinen Teil gewinnt er selber.

Inhalt

Die besondere Anziehungskraft von Gold

Seit fast 30 Jahren, seit seinem 10 Lebensjahr, sucht Markus Liechti in Schweizer Flüssen nach dem edelsten und mystischsten aller Metalle: Gold.

Diese märchenhafte Farbe von naturbelassenem, unraffiniertem Gold ist es auch, welche die Menschen seit alters her in seinen Bann zieht. Gold war und ist der Stoff der immer schon mit der Sonne, mit dem Göttlichen in Verbindung gebracht wird. Kaum jemand kann sich dieser tief in uns hineinreichenden Faszination entziehen.

Goldschmiede arbeiten fast immer mit Legierungen

Das Gold, das ein Goldschmied in der Regel als Rohstoff benutzt, ist eine industriell gefertigte Legierung, also eine Mischung aus mehreren Metallen. In Deutschland werden meistens 14 Karat, in der Schweiz 18 Karat verwendet. 18 Karat Gold bedeutet, dass die Legierung zu 75% aus Gold, zu 12.5% aus Silber und zu 12.5% aus Kupfer besteht.

Die Legierung ermöglicht eine preiswerte, industrielle Schmuckfertigung und macht das Gold härter. Nur so können filigrane Schmuckstücke hergestellt werden, für die Naturgold zu weich ist. Allerdings verliert das Gold auch die schöne und bezaubernde gelbe Farbe, die die Menschen schon immer in ihren Bann gezogen hat.

In diesen handelsüblichen, als nachhaltig ausgewiesenen Legierungen kann sich noch etwas anderes verstecken. Wenn von Fairtrade Gold gesprochen wird, heißt das noch nicht zwangsläufig, dass auch Silber und Kupfer aus nachhaltiger Quelle stammen. Achte daher bitte beim Kauf unbedingt auf die Quelle aller Bestandteile.

Naturgold muss geschmiedet werden

Naturgold ist für sehr filigrane und dünne Schmuckstücke zu weich. Ein Ring aus Naturgold muss daher eine Mindestbreite von 3 Millimeter haben und kann mit Edelsteinen verziert werden.
Naturgold ist eine natürliche “Legierung” von ca. 90 % Gold, 9 % Silber und 1 % weitere Elemente. Dies ist auch der Fingerabdruck des Goldes, womit es anhand von Referenzproben eindeutig einem Fundort zugeordnet werden kann. Durch das Raffinieren werden diese Elemente entfernt und es kann dem Fundort nicht mehr zugeordnet werden. Nur bei unraffiniertem Naturgold könnte im Zweifelsfall mittels Röntgenfluoreszenz überprüft und bestätigt werden, was der Goldschmied bezüglich der Herkunft behauptet.

Goldschmiede verwenden ausschließlich raffiniertes Gold, außer es ist eindeutig als Waschgold bzw. Naturgold deklariert.

Da Naturgold so rein ist, ist es wie schon erwähnt, auch relativ weich. Metalle haben aber alle eine faszinierende Eigenschaft: durch Verdichten und Entspannen kann man die Härte und Widerstandsfähigkeit ändern. Durch Verdichten (Schmieden) und Entspannen (Glühen) kann man die mechanischen Eigenschaften ändern. Das Gold wird härter, zäher und widerstandsfähiger.

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©Markus Liechti

Man könnte einfach einen Ring aus Naturgold gießen, das Resultat wäre aber nicht alltagstauglich. Wenn Markus Liechti einen nachhaltigen Ehering herstellt, gießt er zuerst einen Rohling. Diesen schmiedet er dann zu einem in sich zusammenhängenden Ring. Dabei wechseln sich Schmieden und Glühen immer wieder ab, etwa 20-30 Durchläufe braucht es bis zum fertigen Ring.

Auf das Zusammenlöten oder Anlöten muss er dabei verzichten, da sonst die Mühe des Schmiedens umsonst gewesen wäre. Das Gold wäre wieder weich.

Wie du zu wirklich durch und durch nachhaltigen Gold Eheringen kommst

Seit einigen Jahren hat Markus Liechti seine Leidenschaft für Natur-Gold zum Beruf gemacht. Er sucht selber nach dem edlen Metall in Flüssen und Kieswerken, kauft es von Gleichgesinnten und verarbeitet es in seiner Reinheit zu Schmuck wie Eheringen, Anhängern, Armreifen und Ohrschmuck.

Als Rohstoff für Eheringe verwendet er Gold aus verschiedenen Gebieten der Schweiz. Zudem ist eine Zusammenarbeit mit einem Deutschen und einem Österreichischen Profi Goldsucher geplant. Damit wird er in Zukunft für Kunden aus Deutschland unter anderem Rheingold und für Kunden aus Österreich Murgold (Steiermark) anbieten können.

Ihr könnt Eure nachhaltigen Eheringe digital ohne ein physisches Treffen bestellen. Dafür werden die Absprachen telefonisch getroffen. Die Ringgröße ermittelt Ihr nach seiner Anleitung einfach selbst.
Nach Vereinbarung ist aber auch ein Vor-Ort-Termin in der Schweiz oder in Weil am Rhein möglich.

Ein bis zwei Kunden kommen pro Jahr in den Genuss exklusiver VIP Eheringe. Die Ringe (oder auch andere Schmuckstücke) werden aus von Markus Liechti in reiner Handarbeit in einem Fluss gewaschenen Gold hergestellt. Dieses Gold ist der ursprünglichen Natur noch näher als jenes aus den Kieswerken. 

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Goldringe aus Naturgold sind erschwinglich

Markus Liechti verzichtet auf ein teures Ladenlokal in der Stadt und ebensolche Werbung. Dafür schmiedet er in Ruhe auf dem Land und holt seine Kunden, die oft von weit her anreisen, am Bahnhof ab. Der Arbeitsaufwand ist insgesamt etwas aufwändiger als üblich, insbesondere die Goldgewinnung und Aufbereitung. Auf der anderen Seite entfallen einige Posten, die man als Goldschmied in der Stadt einfach hat. Zum Schluss resultiert ein Preis für zwei Eheringe der sich im Schnitt so um die 4000 – 6000 Euro bewegt. Inbegriffen ist eine Hand-Gravur, Foto-Dokumentation, eine Probe vom originalen Naturgold sowie eine wunderschöne Holzbox.
Preislich liegen die Ringe zwar etwas über Ringen aus konventionellen Gold. Bedenkt man aber, welchen Vorteil die besonderen Ringe von Markus Liechti haben, sind die Ringe mehr als ihr Geld wert.

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©Markus Liechti

Naturgold als Rohstoff ist ein Win-win für alle

  1. Ihr wisst wirklich mit 100%iger Garantie woher das Gold in euren Eheringen stammt.
  2. Mit jedem Gramm so gewonnenem Gold habt ihr gleichzeitig dafür gesorgt, dass 50-100 g Blei aus der Natur entfernt und recycelt werden.
  3. Ihr tragt dazu bei, dass die ganze Wertschöpfung in eurem Land (in Europa) bleibt.
  4. Ihr leistet einen Beitrag dazu, zuerst zu nutzen, was wir selber haben, bevor wir es anderen die weit weg leben wegnehmen.
  5. Ihr könnt sicher sein, dass Ihr keine Umweltzerstörung, Vergiftung der Bevölkerung, Kinderarbeit und Prostitution in fernen Abbaugebieten unterstützt.

Es gibt auch ein paar wunderbare Vorteile für euch persönlich, wenn ihr euch für Eheringe aus Naturgold entscheiden solltet:

  1. Ihr bekommt mehr Gold für euer Geld. Eheringe aus Naturgold enthalten viel mehr elementares Gold, als vergleichbare Ringe aus 18ct oder gar 14ct Gold.
  2. Die Eheringe können jederzeit eingeschmolzen und neu geschmiedet werden. Je geringer der Goldgehalt, desto unmöglicher wird das Einschmelzen (Entmischung der Bestandteile).
  3. Ihr bekommt als kleines Geschenk eine Foto-Doku des Herstellungsprozesses als PDF.
  4. Zu den Ringen gibt es – auch ohne Berechnung – ein Fläschchen mit 0,2g der originalen Naturgold-Flitter dazu.
  5. Eure neuen Eheringe kommen mit Hand-Gravur von einem der letzten Graveuren dieser Art der Schweiz.
  6. Verschickt werden die Ringe in einer edlen Holzbox.

Lies weiter:

Teil 1: Eheringe aus Naturgold: Das solltest Du über die Herkunft von Gold wissen

Teil 2 (aktueller Beitrag): Eheringe aus Naturgold: Nachhaltige und regionale Schmuckstücke

Weitere Informationen zu Markus Liechti und Eheringen aus regionalem Naturgold

Eheringe aus Naturgold: Nachhaltige und regionale Schmuckstücke (Teil 2 von 2) 5

Markus Liechti

Naturgoldschmied & Hüter des Goldes

www.naturgoldschmiede.ch

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